Pro Senectute Service

Die Abteilung PS Service von Pro Senectute beider Basel bietet unter anderem fol­gen­de Dienst­leistun­gen an:

 

Reinigungen (Einzelreinigungen, Frühjahrsputzete, Reinigungen im Abonnement): Der Einsatz wird durch ge­schul­te und pro­fes­sionell aus­ge­rüste­te Mit­ar­beiterinnen und Mit­ar­beiter ge­leistet.

Gartenarbeiten: Ein Team von diplomierten Gärtnern über­nimmt die Ganz­jahres­be­treuung Ihres Gartens, springt während der Ferien ein, schnei­det Hecken und Bäume, be­säet und pflegt Ihren Garten, berät Sie beim Ein­kauf von Pflanzen und unter­stützt Sie in der Gar­ten­ge­staltung.

Umzüge und Räumungen: In Zusammen­arbeit mit einem pro­fes­sionellen Zügel­un­ter­neh­men über­nimmt Pro Senectute beider Basel Ihre Um­züge von der Vor­be­reitung bis zum Ein­richten der neuen Woh­nung inkl. Estrich- und Kel­ler­räumungen.

Mahlzeitendienst: Haus­lieferung von Tages­menüs, Schon­kost, fleisch­lose Menüs, Diabetiker­menüs.

Diese Dienste sind kosten­pflichtig und stehen eben­falls NPV-Mitgliedern ausser­halb von Basel zur Ver­fügung. Nur beim Mahl­zeiten­dienst wird durch Pro Senectute beider Basel even­tuell eine lokale An­lauf­stelle ver­mittelt.

Auskunft und Anmeldung:

Pro Senectute beider Basel
Luftgässlein 3
4051 Basel

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Tel. 061 206 44 44

Grippeschutz-Impfung 2017

Nähere Auskunft zur gegebenen Zeit.

Hirnschlagforschung zwingt zum Umdenken

Hirnschlag-Symptome sind immer ein Notfall

Die Anzeichen dauern meist nur wenige Minuten. Viele Patienten unter­schätzen deshalb die Be­deu­tung der so ge­nann­ten tran­si­tori­schen ischämi­schen Attacke oder «Streifung». In Wirk­lich­keit muss sie als Not­fall gelten, wie neue Daten der Hirn­for­schung be­stätigen. Mit einer so­for­ti­gen Be­hand­lung kann unter Um­ständen einem Hirn­schlag mit lebens­be­droh­li­chen Fol­gen vor­ge­beugt werden.

Ein Gefühl von Schwäche, Gefühls­störungen auf einer Körper­seite, Sprach- oder Seh­stö­run­gen – nach we­ni­gen Minu­ten ist der Spuk meist vorbei. Das hat dazu ge­führt, dass die «tran­si­tori­sche ischämi­sche Attacke TIA» (= vorüber­ge­hen­de Durch­blutungs­störung) von vielen Be­troffe­nen und ihrem Um­feld als «nicht so schlimm» em­pfun­den wird. Diese Ver­harm­losung drückt sich auch in den um­gangs­sprach­lichen Um­schrei­bungen «Schlegli» oder «Streifung» aus. Die Schweizerische Herz­stiftung ruft dazu auf, das Ereig­nis ernst zu neh­men: Men­schen, die eine TIA erlitten haben, haben ein stark erhöh­tes Hirn­schlag­risiko. Laut einer briti­schen Studie hatte mehr als jeder Fünf­te von rund 2400 Hirn­schlag­pa­tien­ten vor­her eine TIA durch­ge­macht.

Überwachung notwendig

Am höchsten ist das Risiko eines folgen­schwe­ren Ereig­nisses kurz nach der TIA: Laut der erwähn­ten Studie trat der Hirn­schlag in 17 Pro­zent der Fälle noch am gle­ichen Tag ein, in 9 Pro­zent einen Tag später. 43 Pro­zent der Hirn­schlag­patien­ten hat­ten Vor­boten in der Woche davor gehabt. Das be­deu­tet, dass die Zeit nach Auf­tre­ten der Sympto­me drängt. «Be­troffe­ne soll­ten so rasch wie mög­lich in einer Klinik mit Akut­ver­sorgung unter­sucht wer­den», sagt Dr. Roman Sztajzel, leiten­der Arzt an der Neuro­lo­gischen Klinik des Uni­versi­täts­spitals Genf. «Die neuen Studien­er­geb­nisse zeigen auch, dass eine Über­wachung von min­destens 48 Stun­den im Spital wünsch­bar ist. Dort kön­nen die nöti­gen Mass­nah­men zur Vor­beu­gung eines Hirn­schlags ge­trof­fen werden. Wenn es dennoch dazu kommt, lässt sich ohne Zeit­ver­lust die Not­fall­be­hand­lung ein­leiten».

Ein Notfall – auch wenn die Anzeichen vorbei sind

Wenn Verdacht auf eine TIA besteht, sollte des­halb der Patient oder je­mand aus seiner Um­ge­bung um­ge­hend mit sei­nem Haus­arzt oder sei­ner Haus­ärztin Kon­takt auf­neh­men. Sind diese nicht ver­füg­bar, soll der ärzt­li­che Not­fall­dienst oder der Not­fall­dienst 144 be­nach­richtigt wer­den – auch wenn die Symptome nur Minu­ten ge­dauert haben und sich die Be­troffe­nen kern­ge­sund füh­len. Meist äussert sich eine TIA mit halb­sei­ti­ger, plötz­lich auf­tre­ten­der Schwäche oder Ge­fühls­störungen im Kopf- und Ober­kör­per­be­reich, Proble­men beim Spre­chen oder Ver­stehen, Seh­störun­gen, Schwierigkeiten mit dem Gleich­ge­wicht oder der Be­wegungs­koordi­nation. Die An­zei­chen treten rasch, ohne Vor­war­nung auf und ver­schwinden in der Regel nach weni­gen Minuten.

Auch bei jüngeren Menschen

In der Schweiz erleiden jährlich mindestens 3000 Personen eine TIA. Die häufig­ste Ur­sache ist die arterio­sklero­tische Ver­engung oder die Ver­stopfung der das Hirn ver­sor­gen­den Hals­schlag­ader (Karotis) oder einer Arterie im Ge­hirn mit einem Blut­gerinn­sel. Auch durch Herz­krank­heiten, vor allem Vor­hof­flimmern, können Blut­ge­rinn­sel aus­ge­löst wer­den. Ge­fähr­det sind meist Men­schen über sechzig mit ei­nem oder meh­re­ren Risiko­fak­toren wie hohem Blut­druck, Zucker­krank­heit (Diabetes mellitus), Rauchen oder einer koronaren Herz­krank­heit. Doch kön­nen auch jüngere Men­schen eine TIA er­lei­den, etwa aufgrund einer Karotis- oder Aorten­dissektion, das heisst eines Risses in der Gefäss­wand, oder eines offe­nen Foramen ovale im Her­zen. Diese körper­liche Eigen­heit kommt bei rund der Hälfte der Hirn­schlag­patien­ten vor, bei denen sonst keine spezielle Hirn­schlag­ur­sache auf­find­bar ist.

Nicht wehrlos ausgeliefert

Die häufigste Behandlung nach einer TIA besteht in einer geeigneten Gerinnungshemmung des Blutes und allenfalls einer Operation der verengten Schlagader. «Jeder Einzelne kann der ersten oder einer weiteren TIA oder einem Hirnschlag wesentlich vorbeugen», sagt Dr. Roman Sztajzel und rät: «Halten Sie Blutdruck, Blutfett (Cholesterin) und Blutzucker unter Kontrolle, verzichten Sie auf das Rauchen und bewegen Sie sich regelmässig».

Personen, in deren Familie TIAs oder Hirnschläge vorgekommen sind, informieren am besten beim nächsten Praxisbesuch ihren Arzt/ihre Ärztin darüber, da auch genetische Ursachen mitspielen.

Ein Notfall

Bei Verdacht auf eine transitorische ischämische Attacke («Schlegli», oder «Streifung») suchen Sie umgehend Hilfe bei Ihrem Hausarzt/Ihrer Hausärztin oder beim Notfallarzt. Sind sie nicht verfügbar, rufen Sie den Notfalldienst Nummer 144. Warten Sie auf keinen Fall den folgenden Tag ab!

Typische Anzeichen einer TIA sind

flüchtige Schwäche, Gefühlsstörung oder Lähmung eines Armes, einer Hand oder eines Beines

vorübergehende Störung beim Sprechen oder Verstehen

vorübergehende Sehstörung wie Doppeltsehen oder kurze Erblindung eines Auges

ungewöhnlicher Drehschwindel, Unsicherheit beim Gehen.

Richtiges Verhalten bei Notfällen - HELP Merkblatt der Schweizerischen Herzstiftung

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